Registrierkasse - Wichtige Informationen zum Jahreswechsel / Erinnerung an Beachtung/Prüfung der Umsatzgrenze


Mit Ablauf jedes Kalenderjahres ist der Monatsbeleg, der den Zählerstand zum Jahresende enthält (Jahresbeleg) auszudrucken und für mindestens 7 Jahre aufzubewahren. Dabei handelt es sich immer um den Monatsbeleg Dezember, unabhängig von Ihrem Wirtschaftsjahr.

Der Jahresbeleg ist nicht zwingend am 31. Dezember zu erzeugen. Er kann auch früher, zum Beispiel mit dem letzten Tag der Geschäftstätigkeit vor Jahreswechsel erstellt werden, muss aber jedenfalls vor Beginn der Geschäftstätigkeit im neuen Jahr erzeugt werden.

Zusätzlich hat eine Überprüfung des Beleges, bis spätestens 15.02.2019, zu erfolgen. Der Jahresbeleg ist, wie auch seinerzeit der Startbeleg, mit der App "BMF Belegcheck" zu prüfen. Die Prüfung kann mittels des eigenen Smartphones durchgeführt werden.

Gerne führen auch wir die Überprüfung des Jahresbeleges durch und können Sie sich bei Fragen zur Registrierkasse ab 07. Jänner 2019 an Frau Vanessa Kasper, LL.B. (vanessa.kasper@ms-wels.at oder +43 7242 66 618-21) wenden.

Außerdem möchten wir Sie an die quartalsweise Sicherung des Datenerfassungsprotokolls (DEP) erinnern. Dieses ist zumindest vierteljährlich auf einem elektronischen externen Medium (z.B.: USB-Stick, externe Festplatte, gesicherter Server etc.) unveränderbar zu sichern. Auch diese Sicherung muss für mindestens 7 Jahre aufbewahrt werden.

Für die User unserer eigenen Registrierkasse "Q-Bon" erfolgen die Datensicherungen automatisch und müssen daher nicht erstellt werden.

Für die Erstellung und Überprüfung des Jahresbeleges haben wir Ihnen eine Anleitung zusammengestellt.


Anleitung herunterladen >>

 

Sie haben (noch) keine Registrierkasse?
Dann beachten bzw. prüfen Sie bitte die Umsatzgrenze.


>> Für alle Gewerbetreibende und auch Land- und Forstwirte, Ärzte, Rechtsanwälte, Ziviltechniker, Berater, Vortragende mit mehr als € 15.000 Umsatz je Betrieb, davon mehr als € 7.500 Barumsätze, gilt die Registrierkassenpflicht.

Um einen Barumsatz handelt es sich auch dann, wenn mit Bankomat, Kreditkarte, Bons, Gutscheinen oder Geschenkmünzen gezahlt wird. Als Umsatz sind dabei nicht nur die Umsatzerlöse nach dem UGB zu verstehen, sondern auch alle sonstigen Erlöse, wie beispielsweise der Verkauf von Anlagevermögen (PKW). In die Barumsatzgrenze sind auch Baranzahlungen einzubeziehen.

Die Registrierkasse muss außerdem mit einer technischen Sicherheitseinrichtung versehen sein (digitale Signatur). Die technischen Details sind von den Kassenherstellern bereitzustellen und ist es bei einem Neukauf darauf zu achten, dass diese Funktion bereits vorgesehen ist.
 

Beginn der Registrierkassenpflicht

Die Registrierkassenpflicht besteht ab Beginn des viertfolgenden Monats nach Ablauf des Voranmeldungszeitraumes, in dem die Umsatzgrenze erstmalig überschritten wurde.
Beispielsweise besteht bei monatlicher UVA-Abgabe und Umsatzüberschreitung erstmalig im September 2018 die Registrierkassenpflicht ab 01.01.2019. Bei vierteljährlicher UVA-Abgabe und Überschreiten der Umsatzgrenzen im November 2018 besteht ab April 2019 die Registrierkassenpflicht.
 

Ausnahmen

Von der Registrierkassenpflicht gibt es nur wenige Ausnahmen.
Unter die Ausnahmen fallen beispielsweise:
  • Umsätze im Freien - (sogenannte "Kalte Hände"-Regelung; bis € 30.000 Jahresumsatz, auf öffentlichen Straßen , Plätzen ohne Verbindung mit fest umschlossenen Räumlichkeiten, beispielsweise Maronibrater, Christbaumverkäufer)
  • Bestimmte Umsätze von wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben von abgabenrechtlich begünstigen Körperschaften (beispielsweise kleine Feuerwehrfeste)
  • Warenausgabe- und Dienstleistungsautomaten bis zu einem Einzelumsatz von 20 Euro (beispielsweise Zigarettenautomat, Tischfußballautomat)
  • Fahrausweisautomaten
  • Onlineshops (keine Gegenleistung durch Bezahlung mit Bargeld unmittelbar an den Leistungsempfänger)

Konsequenzen bei Nichteinhaltung der Pflicht

Eine Missachtung der Registrierkassenpflicht ist als Finanzordungswidrigkeit mit bis zu € 5.000 strafbar. Des Weiteren kann es zu einer Schätzung der Besteuerungsgrundlagen kommen.
 

Anleitung für die Registrierung

1) Zertifikat Anforderung

In einem Vorbereitungsschritt muss ein eigenes Zertifikat für Registrierkassen bei einem Vertrauensdienstanbieter erworben werden. Dieses kann entweder auf einer Signaturkarte oder auf einem hardwarebasierten Sicherheitsmodul (HSM) gespeichert werden. Signaturkarten können über zugelassene Vertrauensdienstanbieter und deren Registrierungsstellen bezogen werden. Registrierungsstellen können auch die Kassenhändler sein, bei denen Sie Ihre Registrierkasse erworben haben.

In Österreich sind derzeit folgende Unternehmen als Vertrauensdienstanbieter zugelassen:
  • A-Trust Gesellschaft für Sicherheitssysteme im elektrischen Datenverkehr GmbH (Tel.: +43 1 71 32 151 oder direkt auf der Homepage im Webshop: www.a-trust.at/webshop/)
  • e-commerce monitoring GmbH (Tel.: +43 1 53 20 944)
  • PrimeSign GmbH (Tel.: +43 316 25 830)
  • Swisscom IT Service Finance S.E. (Tel.: + 43 1 53 54 445)

2) Registrierung über FinanzOnline

Über FinanzOnline erfolgt anhand des Zertifikates die Registrierung der Signatur- und Siegelerstellungseinheit und der Registrierkasse.

3) Belegprüfung

Nach der Registrierung über FinanzOnline hat eine Belegprüfung des Startbeleges zu erfolgen. Dies erfolgt mittels der App "BMF Belegcheck".

4) Was können wir für Sie tun?

Wenn Sie uns das Zertifikat des Vertrauensdienstanbieters übermitteln, können wir gerne die Registrierung bei FinanzOnline und den Belegcheck für Sie übernehmen.

Zur Übermittlung der Zertifikatsdaten und bei weiteren Fragen können Sie sich ab 07. Jänner 2019 an Frau Vanessa Kasper (Tel.Nr. +43 (7242) 66618-21 oder vanessa.kasper@ms-wels.at) wenden.